USA-Versand
DDP oder DAP beim USA-Versand: Wer zahlt welche Kosten?
Die Kostenverantwortung bei DDP und DAP verstehen und USA-Versandangebote auf gleicher Basis vergleichen.
Bei DDP trägt grundsätzlich der Verkäufer die Importabwicklung und Einfuhrabgaben; bei DAP liegen diese grundsätzlich beim Käufer. Für einen Onlineshop ist das eine Kosten- und Kundenerlebnisfrage: Ein scheinbar günstiger Transportpreis kann für den Empfänger zusätzliche Forderungen bei Zustellung bedeuten. Die tatsächlich nutzbare Versandoption muss zum Carrierprodukt und den geltenden Regeln passen.
Die Grundidee im Vergleich
| Frage | DDP | DAP |
|---|---|---|
| Wer organisiert die Einfuhrabfertigung? | Grundsätzlich Verkäufer | Grundsätzlich Käufer |
| Wer trägt Einfuhrabgaben? | Grundsätzlich Verkäufer | Grundsätzlich Käufer |
| Was muss der Shop kalkulieren? | Abgaben und Abwicklung vorab im Verkaufspreis oder Versandpreis berücksichtigen. | Kunden klar über mögliche Kosten bei Einfuhr informieren. |
Diese Zuordnung folgt der Erläuterung der Internationalen Handelskammer zu Incoterms 2020. Sie sagt allein noch nichts über die Höhe konkreter US-Abgaben. Steuerliche und vertragliche Einzelfragen gehören zu qualifizierten Beratern.
Was muss im Preisvergleich gleich sein?
Vergleichen Sie Angebote nur bei gleicher Kostenverantwortung. Bei DDP gehören der Transport, die erwarteten Abgaben, Broker- oder Abwicklungspositionen und gegebenenfalls Retouren in die Shop-Kalkulation. Bei DAP sind die Kosten beim Käufer wirtschaftlich relevant: Sie können den Kauf oder die Annahme der Sendung beeinflussen. Prüfen Sie außerdem, ob das gewählte Produkt DAP überhaupt in der gewünschten Form zulässt. Die aktuellen DHL-Regeln für US-Geschäftskunden zeigen, dass produktbezogene Vorgaben wechseln können.
Für regelmäßige USA-Sendungen sollte KBMS erläutern, welche Abwicklung im konkreten Angebot enthalten ist. Die USA-Leistungsseite fasst den vollständigen Kostenvergleich zusammen. Hier können Sie Ihre Konditionen unverbindlich prüfen lassen.